Freuen sich über den Erfolg der Freien Wähler Hunding: v. re.: Ortsvorsitzender Albert Straßer, sein Stellvertreter Peter Baranski, Bürgermeister Thomas Straßer und MdL Manfred Eibl

24.09.2021
Jahreshauptversammlung der Freien Wähler

Gemeinsam stark: Hunding ist auf einem guten Weg

Hunding Bei den Freien Wählern Hunding hat sich seit der letzten Jahreshauptversammlung im März 2019 einiges getan: mit Thomas Straßer stellt die FWG nun den 1. Bürgermeister, sechs Gemeinderäte haben einen Sitz im Gemeindeparlament und vieles von dem, was sich die Gruppierung vorgenommen hat, konnte bereits auf den Weg gebracht werden.

Da 2020 aufgrund Corona die Jahreshauptversammlung entfallen musste, hatte Fraktionsvorsitzender Albert Straßer einiges zu berichten. Der Tätigkeitsbericht umfasste viele Termine, die seit 2019 wahrgenommen wurden: das Landhotel Thula in Lalling und das Kommunalunternehmen in Niederwinkling wurden besichtigt, besucht wurde auch das Hospiz St. Ursula in Niederalteich. Straßer berichtete auch von vielen überregional besuchten Veranstaltungen, den Wahlversammlungen und dem erfreulichen Ergebnis bei der letzten Kommunalwahl. Die neue Zusammensetzung des Gemeinderats unter der Führung von Bürgermeister Thomas Straßer zeige, dass seit Mai 2020 auch fraktionsübergreifend ein konstruktives Miteinander und offener Meinungsaustausch möglich sei: hart aber fair, freundlich im Ton und immer sachorientiert. Obwohl die FW-Fraktion auch den 2. Bürgermeister hätte stellen können, habe man sich bewusst geeinigt, dieses Amt der CSU zuzugestehen und habe damit gezeigt, dass man politisch einen anderen Weg einschlagen will.

Mit Beginn der neuen Amtsperiode wurden auch erstmals regelmäßige Sitzungstermine festgelegt, was in der Vergangenheit schier unmöglich schien. Fraktionsvorsitzender Albert Straßer berichtete auch über die Vorteile, die der neu beantragte Flächennutzungsplan mit integriertem Landschaftsplan mit sich bringe: damit könne die Gemeinde ausloten, welche Möglichkeiten wo bestehen, Grund zu erwerben und ggf. im Austausch anzubieten.

Bürgermeister Thomas Straßer berichtete anschließend über einigeThemen, die er seit seinem Amtsantritt begleitet bzw. angestoßen hat. So konnte er viele Grundstücksangelegenheiten einvernehmlich regeln, z. B. im Zuge der Dorferneuerung Rohrstetten und in Padling, wo er mit der Familie Beck eine kostenlose Grundstücksüberlassung für den Gehweg und die Bushaltestelle erreichte. Die behördlich angeordnete „Verpflasterung“ der Verkehrsinseln, wie bereits an der B533 auf Höhe Padlingerberg und Einmündung Kieflitz geschehen, wurde verhindert. Weiterhin konnte die Gemeinde bereits Grundstücke als Ausgleichs- bzw. Tauschflächen erwerben. Seine weiteren Ausführungen verdeutlichten, dass den Worten auch Taten folgten. Besonderes Augenmerk legt der Gemeindechef auf die gute Zusammenarbeit mit den Nachbargemeinden. Die monatlichen Bürgermeisterrunden bereichern die Zusammenarbeit in der Verwaltungsgemeinschaft und tragen dazu bei, Einsparpotenziale zu erkennen und umzusetzen. So sei künftig ein Wasserwart für alle 4 VG-Gemeinden zuständig und ein Bauhofleiter, der die Arbeitsabläufe und Einkäufe koordiniere. Weitere Ausführungen betrafen das Baugebiet Panholling Süd 2, das geplante Baugebiet in Sondorf und die Erweiterung des Gewerbegebietes Rohrstetten. Starke Nachfragen bestünden bereits für alle Projekte. Der Anbau des Feuerwehrhauses sei ein gelungenes Beispiel für das gute Zusammenspiel von Feuerwehr, Gemeinde, Bürgern und Anwohnern, die sich alle mit großem Engangement einbrächten. Persönlich bedankte sich der Bürgermeister bei Hans Ehrnböck, Ehrenvorsitzenden der Freien Wähler, der als Vorkämpfer den Grundstein für den heutigen Erfolg der Gruppierung gelegt hat sowie bei Evi und Albert Straßer, für deren unermüdliche Unterstützung. Als Gastredner begrüßte der Gemeindechef Martin Behringer, 1. Bürgermeister von Thurmansbang sowie Manfred Eibl, Mitglied des Landtags.

Neben vielen anderen Ehrenämtern ist Martin Behringer auch Vorsitzender der Bürgerinitiative gegen ein Atommüllendlager im Bayerischen Wald. Die Bundesregierung rolle das Thema aktuell wieder auf und sucht im Bayerischen Wald nach Möglichkeiten, den Atommüll zu lagern. Mit der BI wolle man mit allen Mitteln verhindern, dass dies realisiert werde. Behringer nahm auch zu den Themen Klima, Energie, Infrastruktur und Digitalisierung Stellung. Als Bürgermeister und Kreisrat erfahre er von den Problemen, gerade auch im ländlichen Raum, und möchte dieses Wissen in die Politik einbringen.

MdL Manfred Eibl gratulierte der FW Hunding zu dem hervorragenden Ergebnis der letzten Wahl. Die Beiträge der Vorredner zeigten, dass Hundings Freie Wähler auf einem sehr guten Weg seien und mit neuen Ideen Akzente setzen. Die fraktionsübergreifend gute Zusammenarbeit sei aller Ehren wert. Eibl griff das Thema Dorferneuerung auf und äußerte sich kritisch darüber, dass in der Vergangenheit Bewilligungsbescheide in Millionenhöhe erstellt worden seien und nun der Topf leer sei. Das bringe viele Kommunen, die bereits in Vorleistung gegangen seien, in große finanzielle Schwierigkeiten. Für die Gemeinde Hunding sagte er zu, dranzubleiben, um das bestmögliche zu erreichen. Für die Veranstaltung galt die 3-G Regel. – aw

Foto und Text: Aurelia Weber